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      Meisterforum


      Folgende Leitsätze sind aus den Impulsvorträgen, der Podiums-diskussion und den Workshops besonders hervorgestochen:

      Spezialisierung, Details und über den Tellerrand schauen

      „Unser Erfolg hängt mit unserer extremen Spezialisierung zusammen“, sagt Christoph Schaden, GF Lebensräume Schaden mit mehr als 50

      Mitarbeitern in Jagerberg und auf historische Kastenfenster spezialisiert, deren Sanierung das Unternehmen mit neuen Technologien umsetzt. Außerdem findet er: „Die vielen Details machen im Tischlerhandwerk den Unterschied und sind ein guter Wettbewerbsvorteil.“ Und: „Es wird immer schwieriger, nur für regionale Kunden zu arbeiten, deshalb sind wir in ganz Österreich unterwegs. Deshalb ist es wichtig, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich Impulse aus anderen Branchen zu holen.“

      Zurück zu den Wurzeln und sie neu interpretieren

      Goldschmiedemeister Gregor Wechselberger aus Oberaich empfahl als Zukunftsperspektive für kleine Handwerksbetriebe: „Die Kooperation mit anderen Handwerkern in den Mittelpunkt stellen!“ Er ist einer der wenigen Mokume-Gane-Artisten in Europa: „Wir interpretieren eine über 350 Jahre alte japanische Handwerkstechnik, Mokume Gane, neu und binden sie in den europäischen Kontext ein. Deshalb lautet eines meiner Erfolgsrezepte: Zu den Wurzeln zurückkehren und diese neu interpretieren.“

      Zielrichtung, Positionierung und verrückte Ideen umsetzen

      Chocolatier Josef Zotter erinnerte an seine Anfänge und riet in seinem Impulsreferat: „Ich habe mir gedacht: Entweder mache ich das, was die anderen wollen. Oder ich mache das, was ich will und suche mir dafür das Publikum. Sich die eigene Zielrichtung ganz klar zu machen und sich auch ganz klar zu positionieren, sind eine gute Basis für Erfolg.“ Wenn ein Hand-werksbetrieb zum mittelständischen Unternehmen angewachsen ist, findet er es als Chef trotzdem wichtig zu wissen, „was an der Werkbank passiert, denn dort passiert das Geschäft.“ Und ausschlaggebender Aspekt seines Erfolgsrezepts: „Wenn man verrückte Ideen hat, diese auch umsetzen!“

      Foto, v.l.n.r.: Franz Fartek (Vulkanland, Landtagsabgeordneter), Michaela Gether (GF GETHER - die Einrichter), Claudia Glawischnig (Steiermark-Koordinatorin der Meisterwelten Steiermark), Chocolatier Josef Zotter, Heide Zeiringer (Obfrau der Meisterwelten Steiermark), Christoph Schaden (GF Lebensräume Schaden), Cornelia Schweiner (Landtagsabgeordnete), © Credit: Helfrid Langhans